Manchmal ist da noch ganz viel Liebe – aber kaum noch ein Weg, sie einander zu zeigen.
Vielleicht dreht ihr euch immer wieder in denselben Konflikten. Ein Wort, ein Blick, ein Schweigen genügt, und plötzlich steht viel mehr zwischen euch als das, worum es eigentlich ging.
Vielleicht zieht sich einer zurück, während der andere immer dringlicher Nähe sucht. Vielleicht sind da Enttäuschungen, Verletzungen, unausgesprochene Wünsche oder die leise Frage, ob ihr euch überhaupt noch versteht.
Und manchmal geschieht all das nicht in einer Liebesbeziehung, sondern zwischen zwei Menschen, die sich als Freundinnen besonders nahestehen.
In meiner Paartherapie und Beziehungsbegleitung geht es nicht darum, herauszufinden, wer recht hat oder wer das Problem ist.
Es geht darum, gemeinsam zu verstehen, was zwischen euch geschieht, welche Erfahrungen darin mitschwingen – und wie wieder mehr Kontakt, Verständnis und eigene Entscheidungsmöglichkeiten entstehen können.
Wir begegnen einander nicht ohne Geschichte.
Wie wir Nähe erleben, auf Distanz reagieren, Konflikte austragen oder um Zuwendung bitten, hat oft mit dem zu tun, was wir früher in Beziehungen erfahren haben.
Besonders frühe Bindungsverletzungen, wiederholte Grenzüberschreitungen oder Erfahrungen von Verlust, Zurückweisung und Unsicherheit können unsere heutigen Beziehungsmuster beeinflussen.
Dann wird aus einer scheinbar kleinen Meinungsverschiedenheit plötzlich ein tiefes Gefühl von Verlassenwerden. Aus einem Wunsch nach Rückzug entsteht beim Gegenüber vielleicht Angst. Und beide reagieren auf etwas, das weit über den aktuellen Moment hinausreicht.
In der traumasensiblen Beziehungsarbeit nehmen wir diese Zusammenhänge ernst, ohne alles auf die Vergangenheit zurückzuführen.
Wir schauen gemeinsam darauf,
was zwischen euch immer wieder geschieht,
welche Gefühle und Bedürfnisse hinter euren Reaktionen stehen,
wie alte Verletzungen im gegenwärtigen Kontakt spürbar werden,
wo Schutzstrategien heute Verbindung erschweren,
und wie ihr einander begegnen könnt, ohne euch selbst dabei zu verlieren.
Es geht nicht darum, Schuldige zu finden oder schwierige Erfahrungen vorschnell aufzuarbeiten. Vielmehr schaffen wir zunächst einen Rahmen, in dem beide Menschen gehört werden und sich neue Erfahrungen von Kontakt entwickeln können.
Paartherapie und Beziehungsbegleitung können sinnvoll sein, wenn ihr euch beispielsweise in folgenden Situationen wiederfindet:
Manchmal ist gerade der Wunsch, die eigene Beziehung besser kennenzulernen und weiterzuentwickeln, ein guter Anlass für gemeinsame Arbeit.
Auch Freundschaften können zu unseren tiefsten und prägendsten Beziehungen gehören.
Gerade zwischen besten Freundinnen gibt es oft eine besondere Form von Vertrautheit, Verbundenheit und gegenseitiger Bedeutung. Und gerade deshalb können Missverständnisse, unterschiedliche Erwartungen, Eifer-sucht, Abgrenzung oder Enttäuschungen besonders schmerzhaft sein.
Vielleicht habt ihr euch auseinandergelebt. Vielleicht ist etwas geschehen, das eure Freundschaft erschüttert hat. Oder ihr merkt, dass ihr in bestimmten Situationen immer wieder aneinandergerät, obwohl ihr euch sehr wichtig seid.
In der gestaltorientierten Beziehungsbegleitung für Freundinnen bekommt eure Verbindung einen eigenen Raum.
Hier könnt ihr einander zuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen erkunden, Verletzungen benennen und neue Möglichkeiten des Mit-einanders ausprobieren.
Ohne dass eine von euch die Schuldige sein muss.
Denn auch Freundschaften dürfen wachsen, sich verändern und manch-mal Unterstützung brauchen.
Dieses Angebot richtet sich ebenso an andere enge Beziehungs-konstellationen, wenn ein gemeinsamer Beratungsrahmen sinnvoll und für alle Beteiligten freiwillig ist.
Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die Gestalttherapie – mit ihrer Aufmerksamkeit für das gegenwärtige Erleben, den Kontakt zwischen Menschen und die Möglichkeit, im Hier und Jetzt etwas Neues zu erfahren.
Was geschieht, wenn einer von euch etwas Wichtiges ausspricht?
Was verändert sich im Gesicht, in der Körperhaltung, in der Stimme?
Wo entsteht Nähe, wo Rückzug, wo Spannung?
Wahrnehmen statt nur analysieren
Nichts davon ist Pflicht. Wir entscheiden gemeinsam, was euch unterstützt und was im jeweiligen Moment stimmig ist.
Meine Arbeit wird außerdem durch Konzepte der traumasensiblen Paartherapie von Dr. Katharina Klees bereichert.
Besonders das Modell der vier inneren Anteile bietet Anregungen, um unterschiedliche innere Reaktionen und ihre Wirkung auf das Beziehungsgeschehen besser zu verstehen.
Auch das strukturierte Paargespräch kann helfen, aus gewohnten Streitmustern auszusteigen und wieder bewusster miteinander zu sprechen.
Diese Elemente verbinde ich mit meiner eigenen gestalttherapeutischen Arbeitsweise. Ich arbeite integrativ und nicht als zertifizierte Therapeutin des TSPT-Klees®-Verfahrens.
30 Minuten · gemeinsam · unverbindlich
Zunächst lernen wir uns kennen. Ihr könnt mir kurz erzählen, was euch beschäftigt, was ihr euch von der Begleitung wünscht und welche Fragen ihr habt.
Wir schauen gemeinsam, ob mein Angebot zu eurer Situation passt.
Das Kennenlerngespräch ist noch keine therapeutische Sitzung. Es dient der ersten Orientierung und einer bewussten Entscheidung für oder gegen eine Zusammenarbeit.
3 × 90 Minuten · 500 €
Wenn wir uns eine Zusammenarbeit vorstellen können, empfehle ich als Einstieg drei gemeinsame Sitzungen.
In diesen Terminen haben wir Gelegenheit, eure Anliegen genauer kennenzulernen, wiederkehrende Beziehungsmuster wahrzunehmen und erste neue Formen des Kontakts auszuprobieren.
Drei Sitzungen geben uns etwas mehr Raum als ein einzelnes Gespräch – ohne dass ihr euch gleich auf eine längere Begleitung festlegen müsst.
Auch einzelne Sitzungen sind möglich.
Nach den ersten Sitzungen schauen wir, was sich gezeigt hat, was euch unterstützt und ob und wie ihr weiterarbeiten möchtet.
Vielleicht ist eine regelmäßige Begleitung sinnvoll. Vielleicht braucht es zunächst Zeit, um Erfahrungen im Alltag wirken zu lassen. Vielleicht wird auch deutlich, dass ein anderes Beratungs- oder Therapieangebot besser passt.
Die Richtung bestimmen wir gemeinsam. Das Tempo muss für euch beide stimmen.
Beide sollten zumindest bereit sein, sich auf ein gemeinsames Gespräch einzulassen. Ihr müsst nicht dieselben Ziele haben oder euch über eure Beziehung einig sein. Wichtig ist die grundsätzliche Freiwilligkeit.
Nein. Die traumasensible Haltung bedeutet, dass ich mögliche Auswirkungen früherer Erfahrungen mitdenke, ohne jede Schwierigkeit als Traumafolge zu deuten. Auch Paare ohne bekannten Traumahintergrund sind willkommen.
Auch das darf Thema sein. Paartherapie muss nicht auf das Zusammenbleiben ausgerichtet sein. Sie kann ebenso helfen, Entscheidungen bewusster und respektvoller zu treffen oder einen Trennungsprozess zu begleiten.
Ich bin nicht die Richterin eurer Beziehung. Beide Menschen bekommen Raum mit ihrer jeweiligen Wahrnehmung, ihren Gefühlen und Bedürfnissen. Neutralität bedeutet jedoch nicht, Grenzüberschreitungen oder Gewalt zu relativieren.
Die gemeinsame Beziehungsbegleitung ist grundsätzlich für zwei Menschen angelegt. Gelegentlich können auch Einzelgespräche sind in diesem Rahmen nur ausnahmsweise vorgesehen.
Ja, ausdrücklich. Gerade wichtige und langjährige Freundschaften verdienen manchmal einen geschützten Raum, in dem Missverständnisse, Verletzungen, Nähe, Distanz und unterschiedliche Bedürfnisse angeschaut werden können.
Ja, selbstverständlich. Mein Angebot richtet sich an Menschen aller Geschlechter und sexuellen Orientierungen – unabhängig davon, ob ihr heterosexuell, lesbisch, schwul, bisexuell, trans, nichtbinär oder queer seid.
Entscheidend sind für mich nicht eure Geschlechtsidentitäten oder eure sexuelle Orientierung, sondern das, was euch als Menschen verbindet, bewegt und vielleicht auch voneinander entfernt.
In meiner Arbeit begegnen wir uns mit Respekt, Offenheit und Neugier auf eure jeweils eigene Geschichte. Ihr dürft beide so da sein, wie ihr seid.
Ich begegne unterschiedlichen Beziehungsformen grundsätzlich offen und wertfrei. Auch in nichtmonogamen Beziehungen können Fragen nach Vertrauen, Bindung, Grenzen, Eifersucht, Autonomie und Nähe eine wichtige Rolle spielen.
Ob eine gemeinsame Begleitung in meiner Praxis für eure konkrete Konstellation sinnvoll ist, klären wir im persönlichen Vorgespräch. Dabei schauen wir auch, ob mein methodischer Rahmen euren Anliegen gerecht werden kann.
Mir ist wichtig, nicht vorschnell eine bestimmte Beziehungsform zum Problem zu erklären – und zugleich die eigenen fachlichen Grenzen ernst zu nehmen.
Das hängt von euren Anliegen und eurer Situation ab. Als Einstieg empfehle ich drei gemeinsame Sitzungen. Danach entscheiden wir, ob eine weitere Begleitung sinnvoll ist. Eine bestimmte Anzahl von Sitzungen oder ein bestimmtes Ergebnis lässt sich nicht versprechen.
180 € pro Sitzung à 90 Minuten
Empfohlener Einstieg: drei Sitzungen à 90 Minuten, insgesamt 500 €.
Das gemeinsame Kennenlerngespräch von 30 Minuten ist kostenlos.
Ich begleite euch in Aalen, Lauchheim und online. Bei Online-Terminen können beide Personen nach Absprache auch von unterschiedlichen Orten teilnehmen, sofern Vertraulichkeit und ein geschützter Rahmen gewährleistet sind.
In der Regel finden die Sitzungen gemeinsam statt. Einzelgespräche sind nur in begründeten Ausnahmefällen und nach vorheriger gemeinsamer Absprache vorgesehen.
Die Begleitung ist eine Selbstzahlerleistung. Eine mögliche Kostenerstattung durch private Versicherungen hängt unter anderem von eurem Tarif und der Art der Leistung ab und sollte vorab geklärt werden.